Plittersdorf gehört zur Ortsgemeinde Lind, die sich aus den Ortsteilen Lind, Obliers und Plittersdorf zusammensetzt und im Rahmen der kommunalen Neugliederung (1971) vereint wurden. Auf einer Fläche von etwas mehr als 12 qkm leben rund 610 Einwohner, davon ca. 130 in Plittersdorf.



Dorf in der Landschaft


Bei der Dorfentwicklung wurde bisher bewusst auf eine extensive Vorgehensweise mit der Ausweisung weiteren Baulandes verzichtet.


Dies hat zu einer Schonung des Dorfrandes mit Flora und Fauna geführt.


Ein vernünftiges Verhältnis zwischen Wiesen-, Acker- und Waldflächen konnte ebenfalls erhalten werden. Trotz fehlender einheimischer landwirtschaftlicher Betriebe konnten weitere Teile der Wiesenflächen erhalten werden und es kam zu keiner übermäßigen Bepflanzung.


Im Außenbereich sind noch eine Reihe von biotopähnlichen Bereichen (Gebüsche, Altbaum-bestand, und Fischweiher) vorhanden.


Einer der Schwerpunkte der Tätigkeiten von Ortsgemeinde und Dorfverein ist die Durchgrünung des Dorfes mit einheimischen Bäumen und Sträuchern sowie Blumenbeeten.


In den letzten Jahren wurden bereits eine Vielzahl von Bäumen gepflanzt. Weitere Aktivitäten sind im Bereich des Bürgerhauses (mit Mitteln der Dorferneuerung) sowie in der alten Ortslage gesetzt bzw. geplant (Setzen von Hausbäumen). Neben dem Bürgerhaus wurde der neue Spielplatz und ein Wanderrastplatz errichtet. Dadurch stellt das Bürgerhaus nun eine ideale Möglichkeit für private und kommerzielle Veranstalltungen dar.

 

   

Die Dorfgeschichte Plittersdorf

Luftaufnahme von Plitterdorf

Sommer in Plittersdorf

Geschichte von Plittersdorf


Wie alle Ortsnamen mit dem Grundwort „Dorf“ ist auch Plittersdorf in frühkarolingischer Zeit entstanden, ist also über 1100 Jahre alt.


Als Bestimmungswort enthält Plittersdorf wie die meisten Namen mit dem Grundwort „Dorf“ einen Personennamen, dessen Träger das Oberhaupt des Dorfes und später der Grundherr war.


Plittersdorf hieß ursprünglich Blitgesdorf = Dorf des Blideger oder Blidegar. (Blid = froh, ger = Speer, also Blidger der Speerfrohe, der Kriegsfrohe.)


Und die Nachfolger des Dorfgründers Blidger wussten durch das ganze Mittelalter die Selbständigkeit des Dorfes zu wahren, so dass auch das mächtige Prüm und sein Rechtsnachfolger, das Stift Münstereifel, nicht Lehnsherren des freien Plittersdorf wurden. Landesherren waren von 1100 bis 1246 die Grafen von Are und von 1246 bis 1794 die Kurfürsten von Köln. So gehörte Plittersdorf wie auch Kirchsahr und Umgebung zum kurkölschen Amte Altenahr; dem Amtmanne in Altenahr waren die Plittersdorfer nur mit geringen Frondiensten und Abgaben verpflichtet. In der Franzosenzeit gehörte Plittersdorf wie Kirchsahr zur Mairie Brück und zum Kanton Ahrweiler. Im Jahre 1815 kam unsere Heimat zum Königreiche Preußen, Brück blieb Bürgermeisterort zuerst im Kreise Ahrweiler, kam aber mit Plittersdorf 1817 zum Kreise Adenau während die Gemeinde Kreuzberg und die Großgemeinde Berg, zu der damals auch Kirchsahr gehörte, zur Bürgermeisterei Altenahr im Kreise Ahrweiler kamen. Bei der Auflösung des Kreises Adenau kam Plittersdorf 1932 wieder zum Amte Altenahr, zu dem es während des ganzen Mittelalters gehörte.

Alte Dorfansichten

   

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Plittersdorf (Eifel)